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Bewertung Koalitionsvertrag vbw mit Kommentar BDOA e.V.

News: BDOA e.V.

Ergebnisse der Koalitionsverhandlungen zum Thema Digitalisierung

Bewertung Koalitionsvertrag vbw mit Kommentar BDOA e.V.

Der BDOA unterstützt die Äußerungen der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft vbw zum Thema Digitalisierung im Koalitionsvertrag.

Ergänzend möchten wir aus unserer Sicht darauf hinweisen, dass Digitalisierung kein rein technisches Thema ist (Infrastruktur, Cybersecurity, e.a.). Auch der Staat wird nicht allein durch eGovernment Funktionen/Instrumente bürgernäher. Auch ist Digitalisierung kein reines Wissensvermittlungsthema. Das wird fälschlicherweise immer unter „Bildung“ subsummiert. Vielmehr gilt aus unserer Sicht:

 Bildung = Wissen x Wertvorstellungen

Seien wir ehrlich: Die Jüngeren bis 30 machen in der Digitalisierung eher den Älteren etwas vor. Vermutlich hat es noch nie in der Geschichte eine solch „inverse“  Wissenssituation Alt-Jung gegeben, bei der die Alten bei ehrlicher Betrachtung in der Breite selbst als Vorstände großer Einheiten keine Ahnung haben. Wie sollen sie dann „Bildung“ ermöglichen, wenn Ihnen nach oben genannter Formel das „Wissen“ fehlt? Erfreulicherweise weist der Koalitionsvertrag auf S.37 und S.39 darauf hin, dass breite Bevölkerungsschichten durch die Rahmenbedingungen in ihrer digitalen Selbstständigkeit gefördert werden sollen. Vor allem die Älteren, das sind u.E. beim Thema Digitalisierung klar alle vor 1977(!) Geborenen, brauchen deutlich mehr „Wissen“ in der Digitalisierung, um nicht in Phobien zu verfallen sondern mit umfassender eigener Bildung auch in der Digitalisierung bestehen zu können. Gleichzeitig brauchen wir die (persönliche Anmerkung des Autors: nach langer Merkel-Zeit eingeschläferten) noch vorhandenen „Wertvorstellungen“ der Älteren für die Jüngeren. Unsere schmerzlich in der Geschichte entstandenen Prinzipien einer europäisch, christlich, jüdisch oder tolerant-atheistisch geprägten Gesellschaft, unsere freiheitlich demokratische Grundordnung, sind die Wertvorstellungen unserer Gesellschaft. Nicht irgendwelche Banalitäten wie WLAN, 5G oder Buzzword X müssen politisch massiv gefördert werden, sondern die Kooperation von Jüngeren und Älteren, um aktuell invers vorhandenes Wissen und zum Teil leider bereits abgehängte Wertvorstellungen wieder zu einer Bildung zu vereinen, die unsere Gesellschaft mit fortschreitender Digitalisierung für unsere Urenkel weiter lebenswert macht.     

 „Wünschenswert wäre es, das Thema digitale Bildung deutlicher als klare Kombination von Wissen und Wertvorstellungen zu behandeln. Diese sind aus unserer Sicht bei der Gestaltung der Digitalisierung immer notwendige Teilbestandteile, um Bildung und in der Folge gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Der politische Plan, die Jüngeren allein zu schulen und technisch auszurüsten, wäre unzureichend. Vielmehr bietet gerade die Digitalisierung die Chance eines Generationendialogs, der laufend sich erneuerndes digitales Wissen der Jüngeren mit gewachsenen Wertvorstellungen der Älteren zum Wohle nachfolgender Generationen verbinden kann.“

 

Vollständiger Kommentar der vbw: https://clever-koalieren.de/

 

Der Koalitionsvertrag kann als .pdf hier heruntergeladen werden:

Download Koalitionsvertrag
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